Digitaler Humanismus in der Praxis: Erfolgreiche Buchpremiere im Management Club Wien
Digitaler Humanismus in der Praxis: Erfolgreiche Buchpremiere im Management Club Wien
Georg Krause und Martin Giesswein präsentierten ihr Praxis-Handbuch „Management Guide Digitaler Humanismus". Hochkarätige Vertreter:innen aus Staat, Medien, Medizin und Wirtschaft diskutierten über Verantwortung im KI-Zeitalter.
Wien, 25. Februar 2026 –Digitale Technologien verändern Wirtschaft, Verwaltung, Medien und Gesundheitswesen in rasantem Tempo. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit und tiefgreifender technologischer Umbrüche stellt sich zunehmend die Frage: Wie lassen sich Innovationskraft und menschliche Werte in Einklang bringen?
Mit ihrem neuen Sammelband „Management Guide Digitaler Humanismus“ liefern msg Plaut CEO Georg Krause und Digitalisierungsexperte Martin Giesswein darauf eine praxisorientierte Antwort. Im Management Club Wien diskutierten sie vor zahlreichen Gästen aus Top-Management, IT-Führung, Medien und Wissenschaft über konkrete Werkzeuge, Methoden und Governance-Modelle für eine verantwortungsvolle digitale Transformation.
Durch den Abend führte Silvia Grünberger, Geschäftsführerin von Grünberger & Partner, die die unterschiedlichen Perspektiven pointiert zusammenführte und die Diskussion strategisch strukturierte.
„Unternehmen gestalten unsere digitale Welt aktiv mit. Daraus erwächst für Führungskräfte eine doppelte Verantwortung: technologische Fortschritte zu nutzen und sie zugleich an humanistischen Werten auszurichten“, betont Martin Giesswein, AI Program Director an der WU Executive Academy.
Georg Krause ergänzt: „Der Fokus unseres Buches liegt auf dem operativen ‚Wie‘. Digitale Transformation darf nicht nur effizient sein – sie muss auch verantwortungsvoll, transparent und wertebasiert gestaltet werden.“
Verantwortung wird konkret
Im Podiumsgespräch wurde deutlich, wie unterschiedlich – und zugleich ähnlich – sich Verantwortung in verschiedenen Systemen manifestiert.
Roland Ledinger, Geschäftsführer des Bundesrechenzentrums, verwies auf die besondere Tragweite der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung. Dabei müsse eindeutig geregelt sein, wer die Letztentscheidung trifft. Es ist somit auf eine Ausgewogenheit zwischen digital Machbarem und den Menschen Zumutbarem gefunden werden.
Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn, Internist und renommierter Gesundheitsexperte brachte die Perspektive des Gesundheitswesens ein. KI verändere nicht nur Diagnostik und Therapieprozesse, sondern auch die Verantwortung von Ärztinnen und Ärzten sowie die Führungsstrukturen medizinischer Organisationen.
Astrid Zöchling, CIO des ORF, unterstrich die Herausforderung, Innovation mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag in Einklang zu bringen. Der Einsatz von KI müsse stets im Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt, Effizienz und gesellschaftlicher Verantwortung erfolgen.
Verena Krawarik, Leiterin des Innovationshubs APA-medialab der Austria Presse Agentur und Mitglied des KI-Beirates der österreichischen Bundesregierung, hob die zentrale Rolle von Vertrauen im Medienbereich hervor. Beim Einsatz KI-gestützter Prozesse brauche es klare redaktionelle Leitplanken, transparente Standards und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse.
Auch aus unternehmerischer Sicht machte Krause deutlich: KI ist längst kein reines IT-Thema mehr. Sie verändert Macht- und Entscheidungsstrukturen und wird damit zur strategischen Führungsfrage. Gleichzeitig, so Giesswein, müssten Führungskräfte gezielt darauf vorbereitet werden, algorithmische Systeme verantwortungsvoll zu steuern und einzuordnen.
Auftakt einer neuen Buchreihe
Der „Management Guide Digitaler Humanismus“ erscheint im Springer Gabler Verlag und bildet zugleich den Auftakt der neuen Reihe „Digitaler Humanismus in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft“.
Vera Treitschke, Cheflektorin beim Springer Gabler Verlag betonte die strategische Bedeutung der Reihe: Sie solle einen interdisziplinären Diskursraum schaffen und dazu beitragen, eine menschenzentrierte Digitalisierung als zukunftsfähiges Modell in Wirtschaft und Gesellschaft zu etablieren.
Über das Buch
Der „Management Guide Digitaler Humanismus“ vereint praxisnahe Beiträge erfahrener Unternehmensvertreter:innen und Wissenschaftler:innen. Von Unternehmenskultur über Strategien bis zu Geschäftsmodellen zeigen die Beiträge, wie digitale Transformation menschenzentriert gelingen kann. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungen, messbare Erfolge und erprobte Umsetzungsansätze aus unterschiedlichen Branchen.
Das Buch ist unter https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-49869-6 erhältlich.
Über msg Plaut
Die msg Plaut Austria GmbH ist Teil der international tätigen msg group mit über 10.000 Mitarbeitenden weltweit. In Österreich arbeiten rund 250 Expert:innen, die Unternehmen bei digitaler Transformation, Finanz- und Controlling-Lösungen sowie regulatorischen Projekten unterstützen.
Als größter inhabergeführter IT-Dienstleister in Österreich sowie Südost- und Osteuropa beschäftigt die msg Plaut Gruppe insgesamt rund 750 Mitarbeitende an 14 Standorten in neun Ländern. Mit ihrem Beratungsansatz nach den Prinzipien des Digitalen Humanismus verbindet msg Plaut technologische Innovation mit humanistischen Werten. Das Unternehmen bietet End-to-End-Lösungen in den Schwerpunktbranchen Banken, Versicherungen, Manufacturing und Public und verfügt über starke SAP-Expertise, die es zu einem führenden Partner für CFOs und Finanzinstitutionen in Österreich und CEE macht.
Mehr Informationen unter msg-plaut.at
Über Springer Gabler Verlag
Der Springer Gabler Verlag ist ein führender deutschsprachiger Fachverlag für Management- und Wirtschaftsliteratur und Teil der Springer Nature Group. Er veröffentlicht wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Werke für Führungskräfte, Entscheider:innen und Expert:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft
Rückfragehinweis:
Peter Schiefer
GRÜNBERGER & PARTNER
Mobil: +43 676 880 66 – 210; Email: peter.schiefer@gruenberger-partner.com
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